Muri und das Freiamt feiern das 50-jährige
Jubiläum der Wiedereröffnung des Kreuzganges mit einem grossen Freilichtspiel vor
der eindrücklichen Kulisse des Klosters.
Das professionell inszenierte Theaterstück
zeigt das dramatische Leben und Schaffen
des Glasmalers Carl von Egeri. Die Kultur-
stiftung St. Martin freut sich auf Ihren Besuch.
Dr. Urs Pilgrim, Präsident
Muri, um 1557: Der Klosterkreuzgang mit seinen Glasmalereien avanciert zu einem Prestige-Ort von überregionaler Bedeutung.
Geistliche und weltliche Würdenträger, die sieben eidgenössischen
Schirmorte, zugewandte Städte und angesehene
private Stifter schenken Scheiben ins Kloster. Als künstlerischer Leiter des gesamten Scheibenzyklus wird der Zürcher Glasmaler Carl von Egeri
mit immer gewichtigeren Aufträgen konfrontiert; Kaiser Ferdinand I. will eine Scheibe stiften, später auch die Könige von Frankreich und Spanien.
Im Zuge der überbordenden Arbeitslast stellt Abt Christoph von Grüth dem stolzen Meister, ohne dessen Einwilligung, den kongenialen Heinrich Leu,
Egeris ehemaligen Lehrling, zur Seite. Zudem gerät Egeri familiär unter Druck: sein Schwiegervater, der Bürgermeister
von Zürich, stirbt unerwartet. Dann setzt ihn ein von der permanenten Überanstrengung
beim Malen herrührendes Augenleiden ausser Gefecht. Schliesslich wird er in seiner Zürcher Werkstatt von der Luzerner Patrizierin Martha Tamann bedrängt.
Unter Visionen bricht er zusammen. Unterstützt vom Naturgelehrten Konrad Gessner und von seiner Jugendliebe, der Apothekerstochter Anna Klauser, beschliesst er,
sich aus seiner umfassenden Schaffens- und Lebenskrise herauszuarbeiten.
Hannes Glarner, Autor
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Recherchen im Kreuzgang im Mai 2006
Recherchen im Kreuzgang im Mai 2006
Recherchen in der Klosterkirche im Mai 2006
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